Frühe Geschichte
Den Ursprung des Schachs vermutet man in Indien, wo es die Bezeichnung Chaturanga (sprich: Tschaturanga) trug. Erst am Ende
des 5. Jahrhunderts
gelangte es nach Persien. Dort
wurde Chaturanga dann unter dem Namen Shatranj (sprich: Schatrandsch) bekannt. Es ist
verwandt mit Xiangqi (Chinesischem
Schach) in China und Shogi in Japan. Von Persien aus gelangte es ins Oströmische
Reich (nach Konstantinopel) und verbreitete sich, nachdem
die Moslems Persien erobert hatten, auch in der islamischen Welt bis nach Spanien. Die Waräger brachten das Schachspiel aus Konstantinopel
(„Miklagard“) mit nach Russland, wo
es seit Anfang des 8.
Jahrhunderts gespielt wird.
Spielverlauf
Jede Partie Schach beginnt mit der Eröffnung. Je nachdem, welche
Bauern zuerst gezogen werden, spricht man von einer offenen, halboffenen oder geschlossenen Partie. Wird
in der Eröffnung ein Bauer geopfert, um dafür anderweitige Vorteile zu erzielen,
nennt man die Eröffnung ein Gambit (beispielsweise Schottisches
Gambit, Damengambit, Königsgambit).
Im Mittelspiel versucht der Spieler mit einer guten Strategie und mit Taktik den
Spielverlauf für sich günstig zu beeinflussen. Einige häufig durchgeführte
Strategien haben eigene Namen erhalten. Oft bedient sich der Schachspieler
gelernter Motive.
Sind nur noch wenige Figuren auf dem Schachbrett, so spricht man vom Endspiel.
Im Endspiel geht es meistens darum, einen Bauern auf die gegnerische Grundlinie
zu bringen und so in eine Dame umzuwandeln. Mit diesem materiellen Übergewicht
kann die Partie dann meist leicht gewonnen werden. Weltverband und Weltmeisterschaften
Der internationale Dachverband der Schachspieler ist die FIDE (Fédération Internationale des Échecs), die
seit 1948 die offiziellen Schachweltmeisterschaften ausrichtete. Ab 1993 kam es zu Unstimmigkeiten; einige Spieler
beklagten sich über willkürliche Entscheidungen der FIDE und verließen die
Organisation.
1993 gründeten Garri Kasparow und Nigel Short, als Konsequenz aus den Streitigkeiten
mit der FIDE, die Professional Chess Association
(PCA). Die PCA war eine Konkurrenzorganisation zur FIDE und trug eigene
Weltmeisterschaften aus. Erster und einziger PCA-Weltmeister wurde 1993 Garri Kasparow.
Inzwischen existiert die PCA nicht mehr.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schach |